Universal Music Group

Universal Music Group

Die Universal Music Group ist ein Gigant von einem Konzern. Praktisch jeder namhafte Künstler ist in ihrem Portfolio aufzufinden und der jährliche Umsatz dürfte sich auf schwindelerregende Höhen belaufen. Doch wie so vieles hat auch dieses Label mal klein angefangen. Universal Music entstand in den dreißiger Jahren, als das damals schon erfolgreiche Filmlabel Universal beschloss, auch Musikgruppen in seinen Kundenstamm aufzunehmen. Seinen heutigen Namen erhielt es jedoch erst im Jahre 1996. Die Group tilgte in ihrem Werdegang verschiedene andere Labels wie etwa die MCA Music Entertainment Group oder Polygram.

Goodbye USA

Was viele nicht wissen: Heute befindet sich die Universal Music Group nicht mehr in amerikanischen Händen, obwohl sie von den meisten immer noch mit diesem Land assoziiert wird. Denn im Jahre 2006 – vor knapp zwölf Jahren – übernahm die französische Firma Vivendi die Group und brachte damit eines der größten Musikunternehmen der Welt in europäischen Besitz. Sechs Jahre später gelang der Universal Music Group unter dieser Führung dann ein großer Coup: Sie akquirierte das Label EMI Recordings, das bis zu diesem Zeitpunkt eines der vier global stärksten Labels gewesen war. Der Riese wuchs noch stärker an und hatte ab einem gewissen Zeitpunkt beinahe vierzig Prozent des gesamten Musikmarktes inne. Kein Wunder also, dass jede Menge Stars auf die Producer der Group vertrauten.

Back to the roots

Nach so vielen Jahren im Musik-Biz sehnten sich die Firmeninhaber scheinbar nach den alten Zeiten von Universal Pictures. Denn 2014 war ein weiterer kluger Schachzug, Eagle Rock Entertainment zu übernehmen. Dieses Produktionsfirma vereint Film und Musik in einem, indem sie sich in ihren Dokumentationen auf Musiker und Bands konzentriert und unter anderem Konzerte verfilmt. Noch stärker ins Filmgeschäft stieg die Group dann letztes Jahr ein. In Mitteilungen der Presseabteilung hieß es, sie wollte nun Fernsehserien produzieren, die sich insbesondere mit musikalischen Themen auseinandersetzen wie etwa Geschichten inspiriert durch die tragischen Todesfälle der Mitglieder des Club 27. Auch für Kids ist was dabei: In Melody Island lernen Kinder von Gaststars, begleitet von Musik und vor dem heiteren Hintergrund einer Tropeninsel.

Labels im Label

Nur weil ein Unternehmen von der UMG aufgekauft ist, bedeutet das nicht, dass es nicht mehr unter seinem Namen läuft. Einige Beispiele für Labels, die UMG gehören, sind Def Jam, Island Records, Motown Records, Cash Money Records und Verve Records.